Beziehung retten

Wann macht es überhaupt Sinn, eine Beziehung zu retten bzw. woran erkenne ich, dass eine Beziehung noch zu retten ist?

Eine Beziehung zu retten macht immer Sinn. Dass viele Versuche scheitern liegt daran, dass wir nicht verstehen, was es bedeutet, eine Beziehung zu retten.

Eine Beziehung zu retten bedeutet, diese in die Liebe, in die Verbundenheit, in die Versöhnung und in die Wahrheit zu führen.

Eine Beziehung zu retten bedeutet nicht, für immer und ewig zusammen zu sein. Das kann, muss jedoch nicht die Wahrheit für die Beziehung sein.

Da sind wir beim Thema loslassen, richtig?

Genau! Das Wichtigste, was wir uns in unseren Beziehungen schenken können, ist Freiheit. Doch Freiheit ist nicht Unabhängigkeit. Freiheit ist mein uneingeschränktes JA zu dem anderen, er ist frei, in der Beziehung zu sein, sich zu erfahren, zu entwickeln. (Übung loslassen anstatt fallen lassen) Loslassen bewirkt, dass sich meine Schöpfungen meinem Wesen nach entfalten. Mein Wesen ist Liebe. Loslassen bewirkt immer, dass das, was ich loslasse, an einen Platz oder Ort kommt, wo ich es lieben kann.

Freiheit in einer Beziehung bedeutet, dass wir keine Angst, Schuld oder Scham haben, wir brauchen nicht befürchten, dass wir Abweisung erfahren, nicht gut genug sind, etwas falsch machen, nicht ausreichend sind. In unserer Beziehung können wir sicher sein. Wir geben einander, Halt, Trost, Vertrauen und Segen und helfen uns auf, wenn wir gestrauchelt sind, indem wir einander an unsere kraftvollen Talente, Eigenschaften und Gaben erinnern. Wir haben Mut, auf die Liebe zu schauen.

 

Wieso braucht es Mut, auf die Liebe zu schauen?

Wenn wir an dem Punkt sind, dass wir eine Beziehung retten wollen, haben wir auch schon darüber nachgedacht, diese zu beenden. Es sind viele schmerzhafte Erfahrungen passiert. Wir haben einander schlecht gemacht, verglichen, bewertet, verurteilt. Es gibt vieles, was mir am Partner nicht gefällt. Vor allem darauf, also das zu sehen, ist mein Bewusstsein ausgerichtet.

Beziehung retten bedeutet für viele, dem anderen nochmal eine Chance zu geben. Das geht damit einher, dass ich dem anderen sage, was er verändern soll. Das fange ich dann an, zu kontrollieren. Ich kann nur kontrollieren, was ich glaube, was ist, nicht, was nicht ist. Das heißt: Ich beabsichtige zu kontrollieren, dass mein Partner etwas nicht mehr oder anders tut. Doch was ich wirklich kontrolliere ist, dass er es auch weiterhin tut. Ich schaue also nicht auf die Liebe, sondern auf den Mangel, auf das, was er falsch macht. Das ist keine Liebe.

Liebe schaut in jeder Situation auf das, was liebevoll ist an dem anderen, weshalb ich die Beziehung retten will. Dieses Ausmaß scheint oft viel kleiner. Das Ausmaß, was nicht liebenswert ist, wovor ich mich schützen möchte, erscheint dagegen oft viel größer. Dadurch ist es verführerisch, auf die Unliebe zu schauen, wo außerdem die meisten hinschauen. Deshalb braucht es Mut. Dieses auf die Liebe schauen ist mein JA zum Partner/zur Partnerin, die sich dadurch geliebt, genährt, anerkannt fühlen.

Auf das, was ich schaue, reagiere ich und sehne ich aus, in meiner Partnerschaft und in der Welt. Schaue ich auf Unliebe, reagiere ich mit Unliebe und gebe das in die Partnerschaft. Das heißt ich investiere in etwas, was ich nicht haben will, ich tue etwas, was gar nicht meine Absicht ist.

Das ist kontraproduktiv und wird unweigerlich dazu führen, dass der Rettungsversuch scheitert.

 

Was gilt es noch zu beachten?

Wenn wir eine Beziehung retten wollen, ist es ganz wichtig, dass wir zu 100 Prozent bereit sind, alles zu vergeben, was vorgefallen ist.

Vergebung bedeutet, dass wir nichts mehr nachtragen. Alles, was vergeben ist, wird losgelassen. Es kommt nicht mehr auf den Tisch, weder heute, noch morgen, noch irgendwann, weder aktiv, noch passiv. Halten wir an etwas fest, ist die ganze Rettungsaktion Zeitverschwendung und wird zu einem Racheakt.

 

Wieso Racheakt?

Jeder hat es verdient, glücklich zu sein. Jeder hat eine Partnerschaft verdient, in der wir geliebt werden. Dies verwehre ich dem Partner, wenn ich nicht vergebe. In dem Ausmaß, wie ich nicht vergebe, halte ich an Schuld und Schuldvorwürfen fest. Dies führt immer wieder zu zerstörerischen Auseinandersetzung anstatt zu einer erfolgreichen Rettung.

 

Wie sinnvoll ist es, eine Beziehung wegen der Kinder, Häuser, Grundstücken zu retten?

Auch hier gilt: Eine Beziehung zu retten macht immer Sinn, doch ist das nicht gleichbedeutend damit, zusammen zu bleiben.

Für Kinder ist es ganz schlimm, wenn ihre Eltern wegen ihnen zusammenbleiben. Sie werden energetisch zum Streitobjekt und zum Täter. Denn die Eltern opfern sich auf. Kinder wollen, dass ihre Eltern glücklich sind. Sind sie das nicht, fühlen sie sich schuldig. Wegen der Kinder zusammen zu bleiben ist so ziemlich das Grausamste, was wir ihnen antun können, da wir sie zu uns in eine Täter-Opfer-Beziehung bringen. Dafür werden sie uns niemals dankbar sein.

Für Kinder ist es nicht wichtig, ob ihre Eltern zusammen sind oder nicht. Für sie ist es wichtig, dass die Eltern sie lieben und die Eltern einander lieben. Dafür müssen sie nicht zusammen sein. Die Kinder sind Teil beider. Das, was die Eltern aneinander verurteilen, erfahren auch die Kinder, denn sie verurteilen das auch in ihnen.

Die wichtigste Beziehung für die Kinder ist die Beziehung zwischen den Eltern. Diese Beziehung wirkt wie zwei Pole, der männliche und der weibliche, zwischen ihnen ist eine Hängematte. Diese Beziehung ist die einzige Beziehung, in welche sich die Kinder hineinfallen lassen können, um sich gewollt, getröstet, geliebt zu fühlen. Das können sie nur, wenn keinerlei Verurteilung, sondern bedingungslose Liebe zwischen den Eltern ist, bedingungslose Freiheit, bedingungsloses Anerkennen.

Wenn die Eltern andere Partner haben, ist das eine Bereicherung für die Kinder, da sie so noch mehr liebevolle Beziehungen aufbauen können. Doch auch das funktioniert nur, wenn die elterliche Beziehung versöhnt ist. Doch dann werden es wundervolle, starke und glückliche Beziehungen sein.

 

Wie ist es, wenn wir wegen Vermögenswerten, z.B. Familienbesitz zusammenbleiben?

Das, was wir als Vorwand nehmen, um zusammen zu bleiben, wird zu unserem Täter. Dies gilt auch für materielle Dinge. Diese materiellen Dinge machen wir zu unseren Götzen und wir bringen uns selbst als Opfer dar.

Wenn wir es nicht schaffen, uns von den materiellen Dingen zu lösen, gibt es dennoch einen Weg, die Beziehung in eine liebevolle Beziehung zu bringen. Auch hier braucht es den Mut, auf die Liebe zu schauen.

Wenn ich materielle Dinge wichtiger nehme als die Liebe, ist das unfaires Verhalten. Ich stehle dem Partner Lebensjahre, denn jeder hat es verdient, einen liebenden Partner zu haben.

Das, was die Umkehr hier bewirken könnte, ist Dankbarkeit. Dankbarkeit ist eine Ausdrucksform von Liebe.

Anstatt auf das zu schauen, was mich an meinem Partner stört, könnte ich dankbar sein dafür, dass er es mit mir aushält, obwohl mir schon lange die materielle Sicherheit wichtiger ist als sein glücklich sein. Der nächste Schritt könnte dann der sein, ihn um Vergebung zu bitten, zunächst energetisch, in Gedanken, mit einer Vergebungsübung zum Beispiel.

Dies öffnet in uns die Bereitschaft, zu lieben.

 

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Selbstverständlich. Die Erfolgscoachings, die ich für Einzelne, Paare und auch Familien anbiete, sind eine sehr effiziente und zeiteinsparende Methode, um die Beziehungsprobleme zu lösen. Rufen Sie mich gern an und wir vereinbaren ein Kennenlerngespräch, in welchem wir herausarbeiten, was ich ganz konkret für Sie tun kann. Tel. 01721331253.

Silvia Stiessel Dresden, März 2020 Expertin für erfolgreiche Beziehungen

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