Burnout-Symptome

Was sind denn typische Burnout-Symptome?

Typische Symptome sind anhaltende Müdigkeit, Gefühle von Überforderung und Erschöpfung, man fühlt sich schwach, hat das Gefühl, nichts mehr organisiert zu bekommen, man kann Gesprächen nicht mehr aufmerksam folgen, man hat das Gefühl, das Kurzzeitgedächtnis lässt nach, man muss sich mehr aufschreiben, kann sich nicht mehr so viel merken. Man findet sich in Situationen wieder, in denen man nicht mehr weiß, was man eigentlich tun wollte. Im Supermarkt z.B. steht man vor den Regalen und man weiß nicht, was soll man auswählen, was ist der nächste Schritt. Aufeinander folgende Abläufe, die bisher leicht gingen, scheinen auf einmal anstrengend zu sein. Man fühlt sich ausgebrannt, leer, zerschlagen, so als könnte man seinen Akku nicht mehr aufladen. Man kann sogar von einer inneren Totheit sprechen.

Auf der körperlichen Ebene hat man trotz der Müdigkeit Schlafstörungen, Schwächegefühle, Übelkeit, Bauchschmerzen, Schwindel, Kopfschmerzen, Muskelverspannungen.

Wenn wir bemerken, dass all diese Symptome anhaltend und nicht mehr vorübergehend sind, fängt das Burnout nicht an, sondern wir sind mittendrin.

 

Ab wann kann man denn erkennen, dass man in Richtung Burnout unterwegs ist?

Es ist anstrengend. Immer dann, wenn wir das Gefühl haben oder der Meinung sind, dass das Leben gerade anstrengend ist, sind wir in diese Richtung unterwegs. Das Leben weist uns darauf hin. All die Symptome, die ich genannt habe, tauchen in unserem Leben auf, mal mehr mal weniger. Doch häufig übersehen wir diese oder gehen lapidar darüber hinweg, nehmen Tabletten oder Aufputschmittel, um all die Gefühle von Erschöpfung, Überforderung, innerer Leere oder auch Getriebenheit nicht zu fühlen.

Das ist kein sorgsamer Umgang mit uns selbst.

Oftmals fordern wir uns weiter, treiben uns an, mitunter erbarmungslos. Selbst wenn wir uns mal eine „Auszeit“ gönnen, Urlaub machen, ein Wellnesswochenende buchen oder anderweitig uns „Zeit für uns selbst“ nehmen, ist das kein sorgsamer Umgang, wenn wir hinterher weitermachen wie zuvor.

 

Wieso ist in der heutigen Zeit dieses Thema so aktuell? Wieso gibt es so viele Betroffene?

Kennen Sie das universelle Gesetz: Wie im Innen, so im Außen? Das funktioniert auch anders herum: Wie im Außen, so im Innen.

Burnout – ausgebrannt sein – ist ein Prozess, der auf verschiedenen Ebenen gleichzeitig abläuft und zur Totheit oder auch „Toten Zone“ führt. Hier geht es um die innere Totheit. In den Beziehungen leben wir uns auseinander.

Das muss nicht bedeuten, dass wir nicht mehr miteinander reden oder nichts mehr zusammen machen. Ganz im Gegenteil. Viel häufiger ist es so, dass es viel zu tun gibt. Wir sind beschäftigt, haben Freunde, Hobbys, können uns amüsieren. Berichte in den Medien nutzen wir, um mitzureden, uns aufzuregen, es besser zu wissen… Doch wir fühlen uns selbst und einander nicht mehr. Wir bleiben zusammen wegen der Kinder, dem Haus, aus Sicherheit oder anderen materiellen Gründen. Das, was vor allem zur Toten Zone führt sind Regeln, Rollen, Pflichten und vor allem die Konkurrenz.

All das – vor allem die Konkurrenz – führt zu „Gleichmacherei“ und das ist einfach nur anstrengend. Die Lust an der Individualität, – am individuellen Sein geht verloren.

Unsere Gesellschaft wird immer mehr geprägt von Rollen, Regeln und Pflichten. Die Konkurrenz begegnet uns überall und das schon seit Ewigkeiten. In der Gesellschaft sind wir schon längst im Burnout angekommen. Doch hier im Großen wollen wir das nicht sehen. Deshalb zeigt es sich mehr und mehr im „Kleinen“. Burnout zeigt sich in den zwischenmenschlichen Beziehungen (durch Scheidungen oder Trennungen) und in der noch kleineren Zelle, dem einzelnen Menschen.

 

Was meinen Sie mit Gleichmacherei?

Von Kindheit an werden wir verglichen und vergleichen uns mit anderen. Die Absicht ist, dass wir uns unterscheiden und besser machen wollen. Doch das ist eine große Falle. Der Begriff an sich weist schon auf dessen Dynamik hin. Vergleichen bewirkt, dass wir uns gleich machen.

Mir ist das bei meinen Reisen aufgefallen. In so vielen Ländern, in denen ich war, gibt es McDonald‘s, Gucci und all die bekannten Modelabels. Vieles ähnelt sich schon: Einkaufsparadiese, Tankstellen, Hotels… auch die Autos, die gefahren werden. Irgendwann fahren wir alle das gleiche Auto. Mag die Karosserie auch etwas variieren, die Technologie, die sich darunter verbirgt, wird dieselbe sein. Genauso ist es mit der Mode. Traditioneller Kleidung begegnet man selten. Die westliche Mode hat überall Einzug gehalten und das, was modern ist, trägt jeder.

Man braucht sich auch gar nichts mehr von irgendwo mitzubringen, denn überall gibt es alles. Auch das Internet macht das möglich.

Wir streben alle nach dem Teuersten und Besten und doch haben wir alle das Gleiche. Selbst bei den Lebensmitteln lassen wir uns täuschen. Nicht selten steckt bei teuren Marken und billigeren Produkten das Gleiche drin.

Wir versuchen, uns mit äußeren, materiellen Produkten voneinander abzuheben und bemerken dabei nicht, dass wir uns „gleich“ machen.

Genauso passiert das auf der persönlichen Ebene. Konkurrenz ist von Anbeginn in unserem Leben. Wir vergleichen und werden verglichen. Wir „schauen“ von anderen ab, die scheinbar besser sind als wir und versuchen, ihnen nachzuahmen. Wir verlieren mehr und mehr das Gefühl für uns selbst, passen uns an, werden manipulierbar. Die eigene Individualität aufzugeben ist anstrengend. Das ist Gleichmacherei.

 

Sollen wir nun alle Regeln, Rollen und Pflichten abschaffen?

Nein. Es ist wichtig, sich der Dynamiken von Regeln, Rollen und Pflichten bewusst zu werden. Regeln, Rollen und Pflichten sind Begrenzungen. Diese begrenzen uns in der Freiheit. Freiheit ist das, wonach wir alle streben. Freiheit ist die Natur des Lebens, deshalb ist es nicht möglich, damit aufzuhören.

Die Dynamik von Begrenzungen ist, dass diese durchbrochen werden. Das ist ein universelles Gesetz. Deshalb gibt es immer wieder in allen Gesellschaftsschichten und Strukturen Menschen, die Regeln brechen, Rollen scheinbar so leben, wie sie wollen und Pflichten nicht einhalten. Es ist wichtig, dass wir dahinschauen und uns das bewusst machen.

Wir investieren viel Energie hinein, indem wir dagegen kämpfen, dass Regeln, Rollen und Pflichten gebrochen werden. Doch dieser Kampf ist nicht gewinnbar. Dieser Kampf ist anstrengend und kostet uns sinnlos Energie. Das ist pure Energieverschwendung, die sich dann wieder im Außen zeigt, doch das ist ein anderes Thema.

Das, was wir in unseren zwischenmenschlichen Beziehungen und auch in den Unternehmen tun können ist, dass wir aufhören, uns an der Einhaltung von Regeln, Rollen und Pflichten zu messen. Stattdessen könnten wir miteinander Grundsätze vereinbaren.

Die Dynamik von Grundsätzen ist, dass diese nicht gebrochen werden können. Jeder erkennt, dass das eigene und das Wirken des anderen darauf ausgerichtet ist, diese Grundsätze bestmöglich einzuhalten. Deshalb können Grundsätze nicht gebrochen werden, auch wenn es manchmal scheinbar danach aussieht.

Ich möchte dies an einem Beispiel erklären: Nehmen wir an, wir vereinbaren den Grundsatz der Pünktlichkeit. Wobei ich hier eher den Grundsatz der Rechtzeitigkeit empfehle.

Wir vereinbaren also Pünktlichkeit. Das bedeutet, dass wir bereit sind anzuerkennen, dass jeder sein Bestes dafür gibt, dass er pünktlich ist. Wenn jemand also scheinbar zu spät kommt, ist er nicht zu spät, sondern so pünktlich, wie er sein konnte und wie es für alle Beteiligten das Beste ist.

Wir alle sind stets zur rechten Zeit am rechten Ort. Es fehlt nie irgendwo, irgendwann jemand oder etwas. Das macht keinen Sinn. Zu jeder Zeit und an jedem Ort ist alles, was gebraucht wird. Sehr oft ist es so, dass nicht alles an Potenzial genutzt wird, was da ist.

Die Herausforderung liegt hier darin anzuerkennen, dass Unpünktlichkeit nicht möglich ist und bereit zu sein, damit, dass Unpünktlichkeit möglich ist – Unrecht zu haben.

Grundsätze sind auch ein erster Schritt, die Konkurrenz – das Vergleichen – aufzugeben.

 

Nun haben wir bereits die Konkurrenz, Regeln, Rollen und Pflichten, die zu Burnout führen können. Gibt es noch etwas?

Ja. Unser Mangelbewusstsein. Die positive Absicht unter dem Mangel ist, dass wir erkennen wollen, woran es uns fehlt, wofür es sich zu leben, zu arbeiten lohnt und auch was wir an uns noch besser, effizienter machen können.

Auch das ist eine große Falle. Wir richten uns auf Mangel aus, wir stellen unsere Wahrnehmung auf diesen ein. Dies bewirkt, dass wir um uns herum mehr und mehr Mangel wahrnehmen. Obwohl wir scheinbar alles tun, um aus diesem herauszukommen, geraten wir immer tiefer hinein. Das führt zu einem immer wachsenden Ausmaß an Unzufriedenheit.

Unser Mangelbewusstsein ist es, welches letzten Endes bewirkt, dass wir in einer mangelhaften Welt leben, im Innen wie im Außen.

 

Und wie kommen wir aus diesem Mangelbewusstsein heraus?

Mut zur Wahrheit, Akzeptanz, Verantwortlichkeit, Vertrauen, wahrer Führungskraft und Selbstliebe sind die Schritte, die uns hier herausführen. Dafür biete ich die 7-Prinzipien-Erfolgsstrategie an. Diese lässt uns aus dem Mangelbewusstsein aussteigen und führt uns zu uns selbst, zu unserer Individualität und unserem schöpferischen Geist zurück und klärt über all die Bewusstseinsfallen und Beziehungsirrtümer auf, die bewirken, dass wir uns in zahlreiche Hamsterräder verstricken.

In meinem Buch „Quelle für Erfolg und Lebensfreude“ beschreibe ich 50 der häufigsten Fallen und Irrtümer. Diese sind uns nicht fremd. Diese sind uns so in „Fleisch und Blut“ übergegangen, dass wir diese nicht mehr bemerken.

Mit meinem Onlinetraining, dem Tagestipp für mehr Erfolg und Lebensfreude beschreibe ich die 7 Erfolgsprinzipien (innerhalb eines Jahres) und kläre täglich über Bewusstseinsfallen und Beziehungsirrtümer auf und biete Lösungen an, diese zu überwinden.

 

Sicher kann man Sie auch für ein persönliches Gespräch buchen?

Selbstverständlich. Die Erfolgscoachings, die ich anbiete, sind eine sehr effizient und zeiteinsparende Methode, um Burnout zu lösen. Rufen Sie mich gern an und wir vereinbaren ein Kennenlerngespräch, in welchem wir herausarbeiten, was ich ganz konkret für Sie tun kann. Tel. 01721331253.

Silvia Stiessel Dresden, März 2020 Expertin für erfolgreiche Beziehungen

 

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